Transformations-Typologie: Wie erkennen Sie den Veränderungsbedarf in Ihrem Unternehmen?

Veränderung? Ja, aber in welche Richtung?

In turbulenten Zeiten brauchen Unternehmen ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft, je nach dem, in welchen Märken sie sich bewegen.

TRANSFORMATIONS-TYPOLOGIE HILFT BEI DER EINORDNUNG 

Selbst wenn die Veränderungsbereitschaft vorhanden ist: Woran erkennt ein Unternehmen, ob und in welchem Ausmaß ein Veränderungsprozess tatsächlich notwendig ist? Wäre es nicht von unschätzbarem Wert, wenn ein Unternehmen ohne großen Aufwand den eigenen Veränderungsbedarf messen könnte? Oder noch besser, wenn ein Unternehmen sich selbst in eine bestimmte Kategorie der Veränderungsdynamik einordnen könnte? Mit den entsprechenden Hinweisen, wie damit in der unternehmerischen Realität umzugehen ist?

Mit Hilfe der Transformations-Typologie erfahren Unternehmen schnell, zu welcher Kategorie sie zählen und wie fit sie für einen Transformationsprozess sind.

Kern der Verortung in ein bestimmtes Transformationscluster bildet der Transformations-Fitness-Score. Er basiert auf einer inneren und einer äußeren Perspektive auf das Unternehmen.

Bei der inneren Perspektive wird die Veränderungsbereitschaft im Unternehmen erfasst. Hier geht es darum, welche Bemühungen das Unternehmen bereits unternimmt, um aus eigenem Antrieb notwendige Veränderungsprozesse einzuleiten. Diese innere Dynamik entsteht, wenn Unternehmen agile Organisationstrukturen aufweisen. Abhängig vom Reifegrad des Unternehmens ist das mal mehr und mal weniger der Fall.

In der äußeren Perspektive wird der Veränderungsdruck aus dem Markt und dem gesellschaftlichen Umfeld des Unternehmens ermittelt. In sehr volatilen Märkten mit hohen Disruptionskräften kann sehr schnell ein enormer Veränderungsdruck auf Unternehmen wirken. Diesen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren, ist die hohe Kunst. Zahlreiche Beispiele sind bekannt, wo das nicht gelungen ist und die Unternehmen bzw. Marken vollkommen vom Markt verschwunden sind.

Setzt man nun die innere Veränderungsbereitschaft ins Verhältnis zum Veränderungsdruck aus dem Markt, erhält man eine valide Indikation für den Transformationsbedarf im Unternehmen. Diese Kennzahl nennen wir Transformations-Fitness-Score. Er wird mit der folgenden einfachen Formel berechnet:

Veränderungsbereitschaft minus Veränderungsdruck gleich Transformationsbedarf

Der Transformationsbedarf drückt sich konkret im Transformations-Fitness-Score aus.

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DIE BERECHNUNG DES TRANSFORMATIONS-FITNESS-SCORES

Die Erfassung des Transformations-Fitness-Scores erfolgt in Form eines Quick-Checks. Methodisch stehen drei Statement-Batterien aus den Bereichen Marke, Kultur und Organisation zur Bewertung. In diesen Bereichen werden jeweils die innere und die äußere Perspektive betrachtet. Auf einer Likertskala von 0 bis 5, wobei „0“ sehr schwache Bereitschaft/ Druck und „5“ äußerst starke Bereitschaft/ Druck bedeutet, bewertet der User die Statements und man erhält ein exaktes Profil des Transformationsstatus des Unternehmens. Der Transformations-Fitness-Score kann Werte von -5 bis +5 einnehmen. Eine negative Ausprägung des Wertes bedeutet, dass der Veränderungsdruck von außen über der inneren Bereitschaft zur Veränderung liegt. Bei einer positiven Ausprägung des Wertes ist es genau umgekehrt.

Beispielhaft werden folgende Statements zur Bewertung gestellt:

MARKE

Innere Perspektive

Die Unternehmensmarke wird in ihrem Erscheinungsbild regelmäßig angepasst und modernisiert.

Äußere Perspektive

Die Kunden bzw. Mitarbeiter werden immer illoyaler und stellen immer höhere Ansprüche an die Kommunikation der Unternehmensmarke.

KULTUR

Innere Perspektive

Die Unternehmenskultur hat sich in den letzten Jahren merklich weiterentwickelt.

Äußere Perspektive

Für unser Unternehmen relevante Aspekte der heutigen Gesellschaft wandeln sich fundamental.

ORGANISATION

Innere Perspektive

Wir schauen uns regelmäßig unsere Geschäftsprozesse an und hinterfragen sie kritisch.

Äußere Perspektive

In unserem Markt sind neue Player eingetreten, die unser Geschäftsmodell angreifen können.

DAS ERGEBNIS DES BEWERTUNGSPROZESSES

Als Ergebnis dieses Bewertungsprozesses erhält der User einen Gesamtscore als Mittelwert über alle Bereiche und drei Einzelscores als Mittelwerte über die Bereiche Marke, Kultur und Organisation.

Dabei wird zwischen folgenden Transformationstypen unterschieden:

  • Der motivierte Aktivist
    (Unternehmen mit gesundem Transformationsverständnis)
  • Der bewusste Bewahrer
    (Unternehmen in relativ stabilen Märkten, die punktuell reagieren)
  • Der getriebene Macher
    (Unternehmen in einem sehr dynamischen Umfeld, die gezwungen reagieren)
  • Der unsichere Zögerer
    (Unternehmen unter extrem herausfordernden Marktbedingungen, die aber auf eine Reaktion verzichten)

Mit unserem Quick-Check können Sie herausfinden, zu welchem Transformationstyp Ihr Unternehmen gehört:

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Eine Einordnung in diese Typologie ist für das gesamte Unternehmen möglich, aber auch für die Einzelkategorien Marke, Kultur und Organisation. So kann es passieren, dass ein Unternehmen in der Markenarbeit einen hohen Transformationsbedarf aufweist, dagegen in der Organisationsentwicklung einen niedrigen.

So ergibt sich ein klares Bild des Transformationsbedarfs im Unternehmens. Die Unternehmensführung wird auf effektive Weise dabei unterstützt, notwendige Change-Prozesse anzustoßen und zu hierarchisieren.

FAZIT

Das Modell der Transformations-Typologie stellt für Unternehmen in unsicheren Zeiten ein wertvolles Analyse- und Strategietool dar. Über die Kennzahl des Transformations-Fitness-Scores läßt sich leicht der jeweilige Veränderungsbedarf ermitteln.

Der Zeitaufwand für diese Methode ist überschaubar. Der Quick Check benötigt eine knappe halbe Stunde Zeit und der individuelle Ergebnisreport wird innerhalb weniger Tage ausgeliefert.