KI einführen mit dem 3x2-Leadership-Framework
Wenn Sie KI einführen, verändert sich nicht nur ein Tool. Es verändert sich Arbeit. Und oft auch Zusammenarbeit. Dieser Beitrag zeigt sechs Führungsrollen, die Ihnen helfen, Ziele zu klären, Akzeptanz aufzubauen, Pilotprojekte zu starten und KI im Betrieb zu verankern.
Auf einen Blick
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KI einführen ist Führungsarbeit, nicht nur IT.
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Starten Sie mit Zielen, nicht mit Tools.
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Leitplanken geben Sicherheit und Tempo.
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Pilotprojekte machen Nutzen sichtbar.
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Messen, lernen, nachschärfen: so bleibt KI wirksam.
KI einführen ist Führungsaufgabe – nicht nur Technik
Viele Unternehmen starten mit einem neuen KI-Tool. Und wundern sich dann über Unruhe. Das ist normal. Denn KI einführen heißt: Abläufe ändern sich. Entscheidungen werden anders vorbereitet. Rollen werden neu bewertet.
Als Geschäftsführung brauchen Sie deshalb zwei Dinge: Richtung und Sicherheit. Richtung heißt: wofür machen wir das? Sicherheit heißt: was bleibt verlässlich, auch wenn sich Arbeit verändert?
Wenn Sie KI einführen, sollten Sie früh klären:
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Wo bringt KI messbar Nutzen?
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Wo sind Grenzen?
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Wer trägt Verantwortung für Qualität?
Das nimmt Druck raus. Und es schafft Vertrauen.
KI im Unternehmen einführen Schritt für Schritt: Was das im Alltag heißt
„KI“ klingt groß. In der Praxis geht es oft um sehr konkrete Dinge: Texte besser vorbereiten, Anfragen schneller beantworten, Wissen schneller finden, Daten einfacher auswerten.
Wichtig ist: Tool ist nicht gleich Lösung.
Die Lösung entsteht erst, wenn drei Punkte zusammenpassen:
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Use Cases: klare Anwendungsfälle mit Nutzen im Alltag.
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Prozesse: wer macht was, wann, mit welchem Ergebnis?
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Menschen: Können, dürfen und wollen sie KI nutzen?
Wenn Sie KI im Unternehmen einführen, vermeiden Sie bitte zwei typische Fehler:
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Aktionismus: Tool kaufen, „macht mal“, dann Frust.
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Überkontrolle: alles verbieten, alles freigeben nur über Umwege, dann Stillstand.
Besser ist ein klarer Weg: Ziele → Leitplanken → Piloten → Skalierung.
Interner Link (einbauen): „Strategie für KI im Familienunternehmen“
Platzierungsidee: Direkt nach diesem Abschnitt, als kurzer Satz: „Wenn Sie das sauber aufsetzen wollen: Strategie für KI im Familienunternehmen.“
Führungsrollen bei KI: Das 3x2-Leadership-Framework in der Praxis
Ein guter Kompass für die Umsetzung ist das 3x2-Leadership-Framework (Marc Solga). Es beschreibt sechs Rollen. Sie nutzen sie je nach Lage. Genau das ist beim Thema KI wichtig.

Captain: KI Strategie klären und Folgen abschätzen
Als Captain geben Sie die Richtung vor. Ohne klare Ziele wird KI zum Spielzeug oder zum Streitpunkt.
Stellen Sie drei Fragen:
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Welche konkrete Verbesserung soll KI bringen?
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Wo messen wir Wirkung (Zeit, Qualität, Kosten, Service)?
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Welche Risiken sehen wir (Daten, Verantwortung, Kultur)?
Machen Sie das einfach. Eine Seite reicht.
Wichtig ist die Folgenabschätzung. KI kann Prozesse beschleunigen. Aber auch neue Fehlerquellen schaffen. Oder Diskussionen über Leistung und Kontrolle auslösen.
Captain heißt auch: verständlich kommunizieren.
Das Team muss den Zweck verstehen. Sonst entsteht Widerstand.
Ermöglicher: KI Schulung, Ressourcen und Infrastruktur bereitstellen
Als Ermöglicher schaffen Sie die Basis. Dazu gehören:
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passende KI Schulung (nah am Job, nicht nur „Tool-Funktionen“)
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Zeit zum Üben
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technischer Zugang und Support
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klare Regeln für Daten und Qualität
Ein zentraler Punkt ist Akzeptanz. Viele Mitarbeitende denken zuerst: „Werde ich ersetzt?“
Ihre Aufgabe ist Klarheit: KI unterstützt Arbeit. Sie ersetzt nicht automatisch Menschen. Und sie braucht weiterhin Verantwortung.
Interner Link (einbauen): „Organisationsentwicklung: Prozesse und Rollen sauber aufsetzen“
Platzierungsidee: nach dem Absatz zu Regeln/Verantwortung.
Innovator: KI Pilotprojekt starten und lernen
In der frühen Phase brauchen Sie keine großen Programme. Sie brauchen Pilotprojekte.
Ein gutes Pilotprojekt hat:
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einen klaren Use Case
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ein kleines Team
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eine kurze Laufzeit
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messbare Kriterien
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eine einfache Rückmeldung aus der Praxis
Vorteile von Piloten:
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Nutzen wird sichtbar.
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Risiken werden früh erkannt.
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Mitarbeitende lernen im Tun.
Wenn Sie ein KI Pilotprojekt starten, erlauben Sie ausdrücklich Experimente. Und Sie sichern ab: Ergebnisse werden geprüft. Fehler sind Lernstoff. Keine Schuldfrage.
Vorbild: KI Tools im Unternehmen einsetzen – sichtbar und normal
Mitarbeitende schauen auf Verhalten, nicht auf Folien.
Wenn Sie KI einführen, wirkt es stark, wenn Sie selbst KI nutzen. Zum Beispiel für:
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erste Entwürfe
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Strukturierung von Themen
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Zusammenfassungen von Informationen
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Vorbereitung von Meetings
Wichtig: Sie sprechen offen darüber.
„Ich nutze KI für den ersten Entwurf. Die Entscheidung treffe ich.“
Das schafft Orientierung. Und senkt Hemmungen.
Motivator: KI Akzeptanz fördern, ohne zu beschönigen
Als Motivator übersetzen Sie Technik in Sinn. Und Sie benennen auch Sorgen. Beides gehört zusammen.
Was gut funktioniert:
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kleine Erfolgsgeschichten aus dem eigenen Haus
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sichtbare Zeitgewinne im Alltag
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klare Anerkennung für Lernfortschritt
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offene Worte über Grenzen (z. B. Datenschutz, Qualität, Haftung)
Feiern Sie Fortschritt.
Nicht als „Party“. Sondern als Signal: Wir kommen voran.
Coach: KI Einführung Change Management im Alltag verankern
Nach dem Start ist nicht Schluss. Dann beginnt der Betrieb.
Als Coach schaffen Sie Routinen:
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regelmäßige Feedbackrunden: Was hilft? Was stört?
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Austausch zwischen Teams: Was hat funktioniert?
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kurze Lernformate: 30 Minuten Praxis statt 3 Stunden Theorie
So entsteht kontinuierliche Verbesserung.
KI ist dynamisch. Ihre Organisation auch. Beides muss zusammen wachsen.
Interner Link (einbauen): „Leadership entwickeln: Führung im Wandel stärken“
Platzierungsidee: am Ende dieses Abschnitts als Weiterführung.
KI Governance aufbauen: Leitplanken statt Wildwuchs
Wenn KI skaliert, brauchen Sie einfache Leitplanken. Nicht 40 Seiten Regelwerk. Sondern klare Antworten auf Kernfragen:
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Welche Daten dürfen genutzt werden?
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Wie wird Qualität geprüft?
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Wer entscheidet bei Grenzfällen?
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Welche Tools sind freigegeben?
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Wie dokumentieren wir Nutzung in kritischen Bereichen?
Das ist KI Governance in pragmatischer Form.
Sie schützt das Unternehmen. Und sie gibt Teams Freiheit innerhalb klarer Grenzen.
Praktische Schritte: Ihre Checkliste für die nächsten Wochen
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Ziele definieren und Risiken abschätzen
Ein Use Case-Board reicht: Nutzen, Risiko, Messgröße. -
Leitplanken festlegen
Daten, Qualität, Verantwortung. Kurz und klar. -
Schulung und Zeit zum Üben ermöglichen
Lernen entsteht durch Anwendung. Nicht durch PowerPoint. -
Pilotprojekte starten
Klein, messbar, mit Feedbackschleife. -
Erfolge sichtbar machen
Fortschritt kommunizieren. Lernen würdigen. -
Stetig evaluieren und anpassen
Messen, nachschärfen, skalieren.
FAQ: Häufige Fragen zur KI-Einführung
Was ist der erste Schritt, wenn wir KI einführen wollen?
Ziele klären. Dann Leitplanken. Erst danach Tools auswählen und Piloten starten.
Wie fördere ich Akzeptanz bei Mitarbeitenden?
Beteiligen, schulen, Sorgen ernst nehmen. Und Nutzen im Alltag sichtbar machen.
Brauchen wir KI-Richtlinien?
Ja. Kurz und praktisch. Vor allem zu Daten, Qualität und Verantwortung.
Welche Pilotprojekte eignen sich?
Use Cases mit schneller Wirkung: Wissenssuche, Textentwürfe, Auswertungen, Support.
Wie messen wir Erfolg?
Mit wenigen Kennzahlen: Zeitgewinn, Qualität, Fehlerquote, Servicegeschwindigkeit.
Wenn Sie KI einführen wollen, lohnt sich ein klarer Start: Ziele, Leitplanken, Piloten. Wir unterstützen Geschäftsführungen in Familienunternehmen dabei, die passenden Use Cases zu wählen und Führung, Organisation und Umsetzung zusammenzubringen.