Kategorien: Corporate Culture, Transformation, Agilität, Strategie Quick Wins in der Krise: Raus aus der Stagnation!

Quick Wins in der Krise: Raus aus der Stagnation!

Kennen Sie das Gefühl, in der eigenen Unternehmensführung auf der Stelle zu treten? Die Stagnation scheint unüberwindbar, und Lösungsmuster, die früher funktionierten, greifen jetzt nicht mehr?

Manchen Familienunternehmen geht die Puste aus, oder die Perspektiven, vielleicht auch einfach nur die Lust und manchmal auch der Mut.

Zu viel Bürokratie, zu wenig Agilität, Fachkräfte und Innovation, zu wenig Investitionsanreize, zu wenig Verantwortungsübernahme, zu wenig Wertschätzung für das Unternehmertum, zu geringe Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld aufgrund zu hoher Energiepreise, Steuern und Lohnnebenkosten und zum Schluss noch zu schlechte Infrastruktur und Digitalisierung. Reicht schon, oder?!

Die Folge: kein Wachstum mehr, De-Industrialisierung, vor allem in den Schlüsselbranchen, Unsicherheit und fehlende bis keine Investitionen in mittel- und langfristige Vorhaben. Und eine verunsicherte NextGen, die sich fragt, ob sie sich und ihren Kindern das alles noch antun soll.

In dieser Gemengelage warten viele Unternehmer warten auf den „richtigen“ Moment, um wieder richtig loszulegen: die neue Regierung, neue Marktbedingungen oder die nächste große Innovation.


Warum Warten?

Die aktuelle politische Lage trägt ganz sicher zur wirtschaftlichen Unsicherheit bei, doch allein darauf zu zeigen, greift zu kurz. Wer nur auf externe Faktoren wartet, riskiert den Verlust von Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit.

Aufwärts, immer einfach aufwärts: Deutschland ist in der vergangenen Dekade in Teilen satt geworden. Und dann, beginnend mit 2018, zeigte sich ein ungewohntes Bild für viele Unternehmer und Manager: eine neue multiple Krise, die nicht wie gewohnt nach ein, zwei Jahren endete. Wir drohen den Anschluss und unsere Hidden-Champion-Qualitäten zu verlieren.

Steckt der Schlüssel zur Transformation hin zu nachhaltigem Erfolg nicht im Heute? Quick Wins – schnelle Erfolge, die Sie noch in diesem Jahr umsetzen können – sind der erste Schritt auf dem Weg raus aus dem Vor-sich-hin-Dümpeln.

Die Frage ist: Worauf warten? Auf eine Erholung der Märkte? Auf politische Entscheidungen? Wer auf externe Faktoren wartet, bleibt stehen. Die wahre Veränderung passiert in Ihrer Organisation. In Krisenzeiten ist es entscheidend, sich auf die Themen zu fokussieren, die Sie selbst im Unternehmen beeinflussen können. Setzen Sie auf Arbeitsweisen, bei denen alle Mitarbeiter ihre Ideen einbringen, Mitgestalter der Veränderung werden und zur Lösung beitragen. Denn Wachstum entsteht dort, wo Zusammenarbeit gefördert wird.


Der richtige Fokus

Ich selbst bin im Umfeld eines kleinen Familienunternehmens aufgewachsen. Bei einem der für unser Land so typischen Weltmarktführer durfte ich eine Versiebenfachung erleben und auch ein wenig mitgestalten. Ich liebe Unternehmertum, die Dynamik, das Miteinander, die Leistungskultur. Und viele von Ihnen haben sicher ähnliche Erfahrungen gemacht.

Vielleicht sind es ja diese Schlüsselerfahrungen, die wir wieder in uns wachrufen sollten. Wie war das damals? Da wurden klare Ziele gesetzt, Teams direkt angesprochen.

Lasst uns wieder auf das besinnen, was wir gemeinsam mit den klügsten Köpfen der eigenen Organisation im Inneren verändern können: eine tragfähige Strategie mit kurz-, mittel- und langfristig wirksamen Maßnahmen, neuen Marktzugängen und organisationalen Veränderungen mit klaren Zielen und Verantwortlichkeiten. So schaffen wir eine chancenorientierte Kultur der Veränderung, um dem neuen Normal, der neuen Komplexität und Realität zu begegnen.

Die Transformation eines Unternehmens ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Die Quick Wins 2025 können die Grundlage für eine gesteigerte Performance in 2026 und langfristige Prosperität bis 2027 und darüber hinaus sein. Dafür braucht es aber Mut und strategische Klarheit.

Die gute Botschaft: Es gibt sie noch, die Unternehmerpersönlichkeiten, die immer wieder trotz der widrigen Bedingungen eine gute Balance finden: zwischen Kurzfristigkeit ohne 100-Projekte-Aktionismus und den ebenso wichtigen langfristigen Investitionen in nachhaltiges Wachstum. Und die ihre Enkel auf diese Weise auch heute für das Unternehmertum begeistern.


Neue Wege

Alte Denkmuster und das Gefühl, als alleinige Denker und Lenker agieren zu müssen – so hören wir fast täglich in unseren Gesprächen – hindern viele Familienunternehmer daran, die notwendigen Veränderungen umzusetzen. Bisweilen erleben wir, dass erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeiten sich sogar Vorwürfe machen, wie ihr Unternehmen in eine so ungute Situation geraten konnte .

Aber das passt nicht mehr zur Welt, in der wir alle leben. So wie Ihnen geht es vielen anderen auch. Die Erwartungen an die Unternehmensführung sind andere als noch vor zehn Jahren.

Ja, die Spitze des Unternehmens soll Orientierung geben – das ist geblieben. Führung heute bedeutet aber vor allem Empowerment, Teamarbeit und die Fähigkeit, einzuräumen: „Ich brauche Eure Unterstützung.“ Weder Micromanagement noch Laissez-Faire-Führung helfen, Unplanbarkeit und Ungewissheit zu bewältigen. Stattdessen sollten Sie mit Ihrem Team intensiver und gezielter zusammenarbeiten, um Lösungen zu entwickeln.


Gemeinsam statt einsam

Vielleicht hilft es ja, in der Krise nicht nach dem Orakel, sondern nach den besten Lösungen zu suchen – und zwar mit vereinten Kräften. Der zunehmend komplexe Markt verlangt nach einer kollaborativen Führungskultur. Entscheiden Sie sich für einen Prozess, der alle Perspektiven – auch die Ihrer Kunden – einbezieht und die Intelligenz Ihres gesamten Teams nutzt. Nur so können Sie die Herausforderungen der gegenwärtigen Omni-Krise meistern.

Eine gemeinsame Strategie begeistert, sorgt für Orientierung und bündelt die Energien aller Beteiligten. Klare Rollen und effiziente Entscheidungsstrukturen sorgen dafür, die nötigen PS auf die Straße zu bringen. Führungskräfte, die klare Ziele und Verantwortung teilen, ernten hochengagierte Teams, die Veränderungen ergebnisorientiert umsetzen.

Warten Sie nicht auf den perfekten Moment. Die Veränderung beginnt bei Ihnen. Es ist an der Zeit, aus der Stagnation auszubrechen und sich zusammen mit den Menschen in Ihrem Unternehmen auf den Weg zu machen.

Diese Kolumne hat Sie zum Nachdenken gebracht? Sie haben ähnlich gelagerte Themen und würden sich gerne dazu austauschen?

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